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Was bedeutet selbsthemmende Gewindetechnik? Wie montiere ich eine Flanschgewindemutter? Welche Lasten kann eine Kunststoffgewindemutter maximal aufnehmen? Kann das Lagerspiel meiner Anwendung reduziert oder sogar verhindert werden? Und muss ich meine Gewindetriebe schmieren?
Fragen über Fragen - und wir liefern die Antworten! Hier finden Sie alle Fragen zum Thema Gewindetechnik zusammengefasst, nach Themen sortiert und ausführlich beantwortet. Tauchen Sie in die Welt der Gewindetechnik ein und lassen Sie sich von den Vorteilen unserer dryspin Technologie überzeugen.
Es bietet eine Bandbreite an verschiedenen Gewindemuttern und Spindelvarianten in unterschiedlichsten Abmessungen. Das Spektrum der dryspin Steilgewinde umfasst Durchmesser von 4 bis 20 mm und Steigungen von 2,4 bis 100 mm. Durch die Vielfalt des Produktsortimentes ist die dryspin Gewindegeometrie nahezu in allen Anwendungen denkbar.
Zum Gewindetechnik ProduktsortimentGrundsätzlich ja. Es müssen die Anwendungsparameter (Axiallast, Drehzahl etc.) eingehalten, sowie die geforderte Positioniergenauigkeit erzielt werden. Unser Gewindetrieb-Long Life Calculator bietet eine optimale Hilfestellung zur Auswahl des idealen Gewindetriebs für jede Anwendung.
Informationen zum AustauschUnsere drylin Gewindemuttern sind im Vergleich zu metallischen Gewindemuttern bis zu 50,9 % günstiger. Außerdem bis zu 69 % günstiger im Vergleich zu vergleichbaren Kunststoffgewindemuttern und bis zu 50 % günstiger im Vergleich zu Kugelrollgewinde-Systemen.
Hier Kosten sparenSelbsthemmung bedeutet, dass eine Bewegung von Gewindemutter und -spindel ohne äußerliche Krafteinwirkung nicht möglich ist. Das hängt mit der Steigung und dem Reibwert zusammen.
Selbsthemmung im DetailGewindemuttern, die aus den tribologisch optimiert iglidur Werkstoffen gefertigt sind, eignen sich für den Einsatz in Temperaturbereichen zwischen -20 °C und +150°C.
Mehr erfahrenDie dryspin SLS Lagerböcke aus eloxiertem Aluminium sorgen für die präzise, korrosionsfreie Aufnahme von Gewindespindeln (Ø 6–24 mm). Sie arbeiten dank wartungsfreier iglidur-Gleitlager komplett schmierfrei. Je nach Anforderung stehen drei Ausführungen zur Wahl:
Neben der richtigen Auswahl des Werkstoffes bei der Gewindemutter hat sich in der Praxis ein Vorspannmechanismus gegen unerwünschtes Lagerspiel als wirkungsvolle Maßnahme bewährt. Für Trapezgewinde und dryspin Steilgewinde bieten sich Anti-Backlash, Zero-Backlash & Low-Clearance als Varianten mit Vorspannung für die Gewindemutter an.
Hier Axialspiel verringernEs ist kein Geheimnis, dass igus für die Nichtschmierung von Lagern steht. Einfach gesagt, für igus Produkte ist keine Schmierung erforderlich. Oft hören wir von Kunden die immer wiederkehrende Frage: „Kann ich WD-40 oder ein anderes Schmiermittel verwenden, um mein Lager zu schmieren?“
Mehr zur Schmierung erfahrenUnsere dryspin Gewindegeometrie eignet sich hervorragend als Alternative zu herkömmlichen Trapezgewinden. Die Verschleißtests zeigen, dass die Gewindeabmessung mit der dryspin Geometrie eine bis zu 25 % geringere Verschleißrate und eine um bis zu 30 % längere Lebensdauer aufweisen.
Zur DIN 103 AlternativeBei einer Montage einer zylindrischen Gewindemutter aus Kunststoff ist eine axiale und radiale Sicherung notwendig. Eine Option für eine radiale Sicherung ist der Einsatz von Madenschrauben. Die axiale Sicherung kann durch einen Blechring erfolgen.
Montagefertige und zylindrische GewindemutternWichtig für die Befestigung einer Flanschgewindemutter aus Kunststoff ist vor allem, den maximale Anzugsmoment von 2,5 Nm nicht zu überschreiten. Zudem ist es empfehlenswert, die Befestigungsschrauben über ein drittes Medium, z.B. flüssige Schraubensicherung, zu sichern.
Montagefertige FlanschgewindemutternNeben der passenden Materialwahl verhindert ein integrierter Vorspannmechanismus unerwünschtes Spiel bei Steil- und Trapezgewinden. Für maximale Präzision bieten wir drei spielreduzierte Varianten an:
Die besondere Bauform der JGRM Gewindemutter ermöglicht, in Kombination mit einer Edelstahlplatte, eine Aufnahme von statischen Lasten bis zu 6 MPa.
Zur JGRM GewindemutterBei igus unterscheiden wir zwischen zwei Herstellungsverfahren: Gewinderollen und Gewindewirbeln. Beide Verfahren haben ihre besonderen Eigenschaften. igus verwendet das Gewinderollen auf Grund der Kostenersparnis, der besseren Oberfläche und der höheren Lebensdauer als Standardverfahren. Das Gewindewirbeln ist für geringe Stückzahl und sehr präzise Gewinde mit engen Toleranzen geeigneter.
Herstellung von GewindspindelnVon der Idee zur fertigen Spindel in nur 5 Minuten. Mit dem Konfigurator können Sie schnell die richtige Gewindespindel finden und die Zapfen beidseitig individuell bearbeiten. Die Anwendung generiert für Sie direkt eine Bemaßungszeichnung Ihrer Konfiguration.
Zum Gewindespindel-KonfiguratorEingängige Gewindespindeln bestehen aus nur einem Gewindegang (Single Start). Das bedeutet, der durch Pitch gekennzeichnete Abstand der Flanken zueinander ist ebenfalls der lineare Verfahrweg (Steigung) in Millimetern pro Umdrehung der Spindel.
Kommt ein weiterer Gewindegang hinzu, erreicht die Spindel mit einer Umdrehung den zweifachen Hub (Steigung = 2x Pitch). Die Berechnung für den linearen Verfahrweg bleibt je nach Anzahl der Gewindegänge immer gleich, lediglich die Steigung eines einzelnen Gewindegangs unterscheidet sich. Diese Vorgehensweise lässt sich auch auf unsere mehrgängigen dryspin Steilgewindespindeln anwenden.
Mehr zu ein- und mehrgängigen GewindespindelnFür einen 1:1 Austausch eignen sich unsere neuen Abmessungen: DS10x3, DS14x4, DS18x4, DS10x2 und DS12x3. Hier finden Sie weitere Informationen zu Ihrem Austausch. Bei Fragen helfen unsere Experten Ihnen weiter.
Zur DIN 103 AlternativeUnsere Gewindemuttern sind in 6 verschiedenen Materialien erhältlich: iglidur J, iglidur 350, iglidur R, iglidur A180, iglidur J200, iglidur E7 und iglidur W300.
Zur dryspin MaterialübersichtDie Zero-Backlash, Low-Clearance, und Preload Gewindemutter sind in dem Hochleistungspolymer iglidur J erhältlich. Der Werkstoff ist bei fast allen Geschwindigkeiten einsetzbar und zeichnet durch einen hohen Wirkungsgrad aus. Die Anti-Backlash Gewindemutter hingegen ist ebenfalls in iglidur J und zusätzlich iglidur R bestellbar. Das Material iglidur R ermöglicht durch seine dämpfenden Eigenschaften eine Reduzierung der Schwingungen zwischen Gewindespindel und Gewindemuttern und sorgt für ein vibrations- und geräuscharmes Laufverhalten.
Zu den spielreduzierten Gewindemutterniglidur J = 4 MPa
iglidur W300 = 5 MPa
iglidur A180 = 3,5 MPa
iglidur J350 = 2 MPa
iglidur E7 = 0,5 MPa
iglidur J200 = 2 MPa
iglidur R = 2 MPa
Mehr InfosAbgesehen von der Steigungsgenauigkeit 0,1 auf 300 mm werden bei der Endenbearbeitung der Gewindespindeln sowie der Mutternbearbeitung kundenspezifische Toleranzen realisiert.
Zur dryspin MaterialübersichtNach DIN 103, Toleranzklasse 7e
Ae = Faxial / pzul [mm2]
pv = preal x v
Mit dem pv-Wert und den in den Abmessungstabellen angegebenen Flächentraganteilen lässt sich die zulässige Gleitgeschwindigkeit und daraus die Vorschubgeschwindigkeit für jede Gewindegröße ermitteln.
pv-Wertmax.[MPaxm/s] bei Verwendung von dryspin Kunststoffmuttern ohne Schmierung (bei Hub 500 mm):
Bei sehr kurzen oder langen Hüben ist mit einem Korrektursfaktor zu rechnen.
v = n x d1 x π/ 60.000[m/s]
n = v x 1.000 x 60 / π x d1 [1/min]
s = n x P / 60.000 [m/s]
Mta= Faxial x P / 2000 x π x η
Mte= Faxial x P x η/ 2000 x π
Die Tragfähigkeit von Trapezgewindemuttern aus Hochleistungspolymeren ist abhängig von der Flächenpressung, der Gleitgeschwindigkeit und der daraus resultierenden Temperatur. Das Temperaturverhalten wird zudem durch die Einschaltdauer sowie das gewählte Spindelmaterial und seiner spezifischen Wärmeleitfähigkeit beeinflusst.
Gleitgeschwindigkeiten der iglidur- Werkstoffe in m/s (rotierend langzeitig):
preal = Faxial / Ae real [MPa]


Der Abstand zwischen den äußersten Kanten der gegenüberliegenden Gewindeflanken wird Gewindeaußendurchmesser genannt, d.h. er ist der größtmögliche Durchmesser am Gewinde. Der Außendurchmesser ist auch als Nenndurchmesser bekannt.
Der Abstand zwischen Gewindegrund, also dem tiefsten Punkt des Gewindes, bis zum gegenüberliegenden Gewindegrund ergibt den Kerndurchmesser. D.h. es ist der kleinste auftretende Durchmesser am Gewinde.
Der achsensenkrechte Abstand von zwei gegenüberliegenden Flanken, bzw. den Zwischenraum der Profil-Mittellinien, bezeichnet man als Flankendurchmesser.
Die Gewindeflanke ergibt sich durch die Verlängerung der Linie vom Gewindegrund bis zu den Zahnflanken bzw. bis zum Abschluss der Profil-Mittellinie.
Der Flankenwinkel kommt bei allen Gewinden vor. Er beschreibt den Winkel von der einen zur anderen Gewindeflanke.
| Bezeichnung | Bedeutung |
|---|---|
| Faxial | Axialkraft |
| Pzul | max. zul. Flächenpressung 5 N/mm2 |
| Preal | tatsächlich auftretende Flächenpressung bei gewählter Baugröße |
| Ae real | Flächentraganteil der gewählten Trapezgewindemutter |
| P | Steigung |
| d1 | Flankendurchmesser |
| Mta | Antriebsmoment [Nm] bei Umsetzung einer Dreh- in eine Längsbewegung |
| Mte | Antriebsmoment [Nm] bei Umsetzung einer Längs- in eine Drehbewegung |
| v | Gleitgeschwindigkeit [m/s] |
| s | Vorschub [m/s] |
| n | Drehzahl [min-1] |
| η | Wirkungsgrad |

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