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Die PTFE-freie Alternative zum bewährten Lebensmittelkontakt-Standard iglidur A181 bietet die gleiche Performance zum fast gleichen Preis.
100 % vergleichbare oder bessere Laufleistung als iglidur A181 – ohne PTFE
Preis nur 10 % höher im Vergleich zu iglidur A181
Getestet im igus Tribo-Labor (Rotierender Verschleiß: 0,3 m/s, 2 MPa, V2A; A181PF: 0,57 μm/km, A181: 4,6 μm/km)

Herr Dr. Orth, wie beurteilen Sie den aktuellen Stand der PFAS‑Regulierung?
„Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) arbeitet weiterhin an der Bewertung des PFAS‑Beschränkungsvorschlags. Die finalen wissenschaftlichen Stellungnahmen der zuständigen Ausschüsse werden für 2026 erwartet. Eine Entscheidung der europäischen Kommission steht damit frühestens 2027 an. Im Jahr 2025 wurde der ursprüngliche Vorschlag bereits erweitert und um zusätzliche Anwendungsbereiche ergänzt, was zeigt, dass die Regulierungsdiskussion breiter geworden ist.“ [cirs-ck.com] [echa. europa.eu]
Warum hat igus sich entschieden, einen PTFE‑freien Werkstoff zu entwickeln – insbesondere für den Lebensmittelkontakt?
„Unsere Kunden aus der Lebensmitteltechnik benötigen Materialien, die langfristig regulatorisch sicher sind. PTFE gehört zur PFAS‑Familie und steht damit automatisch im Fokus der aktuellen Diskussion. Unabhängig davon, wie die finalen Regeln aussehen, möchten wir unseren Kunden Lösungen bieten, die nicht von möglichen zukünftigen Einschränkungen betroffen sind. Materialien im Lebensmittelkontakt unterliegen besonders strengen Reinheits‑ und Hygienestandards. Ein PTFE‑freier Werkstoff ermöglicht hier von Beginn an eine klare und verlässliche Ausgangsbasis.“

Dr. Magnus Orth und Materialentwicklerin Lena Arnold im igus-Testlabor.
Welche technischen Herausforderungen gab es bei der Entwicklung eines PTFE‑freien Gleitlagerwerkstoffs?
„PTFE erfüllt traditionell eine wichtige Funktion, wenn es um geringe Reibwerte und gute Trockenlaufeigenschaften geht. Eine Alternative zu entwickeln, die ohne PTFE auskommt, bedeutete, die tribologischen Eigenschaften komplett neu auszurichten. Bei Anwendungen im Lebensmittelkontakt kommen weitere Anforderungen hinzu: Reinigungs- und Medienbeständigkeit, geringe Migration, stabile mechanische Eigenschaften. Wir haben viele Materialkombinationen getestet, bis wir eine Lösung gefunden haben, die all diese Punkte zuverlässig erfüllt. Der neue Werkstoff basiert daher auf einer Kombination alternativer Festschmierstoffe und einer optimierten Polymermatrix, die gemeinsam ein robustes, lebensmitteltaugliches Gesamtprofil ergeben.“
Welche Vorteile bietet der neue Werkstoff für Anwender in der Lebensmittelindustrie?
„Zunächst einmal bietet er Planungssicherheit – gerade mit Blick auf die laufende PFAS‑Regulierung. Kunden können sicher sein, dass der Werkstoff unabhängig von der zukünftigen Ausgestaltung uneingeschränkt nutzbar bleibt. Technisch überzeugt er durch gute Trockenlaufeigenschaften, hohe Verschleißfestigkeit und eine sehr hohe Beständigkeit gegenüber Reinigungs- und Desinfektionsprozessen. Damit eignet er sich für typische Anwendungen in der Lebensmittelproduktion, bei denen Zuverlässigkeit, Hygiene und geringe Wartungsintervalle wichtig sind.“
Wie sieht die zukünftige Entwicklung bei igus aus?
„Der neue Werkstoff ist ein wichtiger Schritt, aber nicht der letzte. Wir entwickeln bereits weitere PTFE‑freie Materialien für Anwendungen mit höheren Lasten, höheren Temperaturen oder abrasiven Medien. Ziel ist es, unseren Kunden ein breites Portfolio moderner, PFAS‑freier Gleitlagerwerkstoffe zu bieten, die sowohl technisch als auch regulatorisch langfristig überzeugen.“

Angesichts der aktuellen Diskussion um ein PTFE- bzw. PFAS-Verbot haben wir Ihnen hier alle wichtigen Informationen zu unseren Gleitlagern zusammengestellt. Zudem finden Sie eine Auflistung aller iglidur-Werkstoffe, die kein PTFE enthalten oder auf die als kritisch bzw. gesundheitsschädlich geltende PFAS getestet sind.

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