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Bis zu 15 Tonnen Belastung

Wartungsfreie Standard-Polymergleitlager für Ballenstechmaschinen

Ballenstecher sind unentbehrliche Hilfsmittel für Baumschulen und im Garten- und Landschaftsbau. Sie pflanzen schonend Bäume jeder Größenordnung um. Hydraulikzylinder drücken dabei die Spaten langsam, aber mit ungeheurer Kraft in das Erdreich, um die Wurzeln sauber abzustechen. In allen Bereichen, in denen Dreh- und Schwenkbewegungen stattfinden, zeigen wartungsfreie Polymergleitlager ihre Leistungsfähigkeit. Sie sind wartungsfrei, arbeiten im Trockenlauf und sind besonders unempfindlich gegen Staub und Schmutz.

„Wenn in einer Baumschule an einem Tag bis zu 1000 Bäume verpflanzt werden, ist immer ein Ballenstecher im Spiel. Die Maschinen müssen robust und zuverlässig sein“, erzählt Roland Schlesag, Geschäftsführer der Optimal-Vertrieb Opitz GmbH, einem Familienunternehmen mit 15 Mitarbeitern. „Unsere kompakten Ballenstechmaschinen sind weltweit im Einsatz.“ Sie werden am Standort in Thalmässing seit fast 40 Jahren produziert. Von A wie Aserbaidschan bis Z wie Zypern sorgen sie dafür, dass Bäume nicht mehr mühsam und zeitaufwändig in Handarbeit, sondern maschinell versetzt werden. „Unsere Maschinen sind äußerst robust“, so der Geschäftsführer. „Dafür sorgen seit vielen Jahren wartungsfreie Polymergleitlager. Sie kommen in den hydraulischen Spatenführungen, verschiedenen Scharnieren und Verriegelungen sowie in der Verbindung zwischen Haupt- und Schwenkarm zum Einsatz. So garantieren wir unseren Kunden geringe Wartungskosten und größere Serviceintervalle.“

Spaten werden langsam in das Erdreich eingedrückt

Die Spaten werden langsam in das Erdreich eingedrückt. Schmutz, Feuchtigkeit etc. machen den schmierfreien Polymergleitlagern nichts aus.

 

Seit fast zehn Jahren setzt das Agrartechnik-Unternehmen auf das Standardmaterial iglidur® G der igus® GmbH, Köln. Das Allroundlager ist besonders unempfindlich gegen äußere Einflüsse. Es stehen über 650 Abmessungen ab Lager zur Verfügung. „Und dieses Spektrum nutzen wir“, so der Maschinenbau-Techniker, Reiner Irsigler. „Es gibt fast keine Abmessung, die in unserer großen Modellpalette nicht zum Einsatz kommt. Darüber hinaus stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis, was sich natürlich betriebswirtschaftlich rechnet.“

Technik und Mobilität

Mit der Entwicklung und Produktion moderner Technik zum Verpflanzen setzte der Gründer des Unternehmens, Dieter Opitz, einen Meilenstein im Garten- und Landschaftsbau. Die in den sechziger Jahren entwickelten Maschinen brachten eine enorme Arbeitserleichterung und sind heute aus dem Baumschul- und Landschaftsbausektor nicht mehr wegzudenken. Sauber durchtrennte Wurzeln, baumgerechte Ballenformen, schonendes Arbeiten in Reihen und sicheres Transportieren: die Baumverpflanzungsmaschinen ermöglichen einen reibungslosen und zeitsparenden Einsatz mit einem sehr guten Kosten- und Nutzenverhältnis.

Zu den entscheidenden Faktoren, die bei der technischen Konzeption berücksichtigt wurden, zählten neben Funktionalität und Haltbarkeit auch Flexibilität. Es handelt sich um besonders kompakte Geräte, die nach Bedarf an verschiedene Trägerfahrzeuge montiert und mit geringem Aufwand gewartet werden können. Selbst völlig individuelle Sonderaufbauten sind möglich.

Heute gibt es für jeden Baum die passende Lösung. Die Produktpalette besteht aus zwölf Baumverpflanzungsmaschinen. Sie stechen Ballen in Durchmessern von 36 cm bis 2,50 m bei einer Ballentiefe von 30 cm bis 1,50 m. Verpflanzaktionen finden in der Regel im Frühjahr und im Herbst statt. „Geht die Saison zu Ende, wird die Maschine normalerweise mit einem Dampfstrahler abgespritzt und überwintert bestenfalls in einer Halle“, so Roland Schlesag. „Da die Gleitlager schmierfrei sind, können aufgrund der guten Trockenlaufeigenschaften an den neuralgischen Punkten keine Standschäden entstehen. Als Bolzenmaterial setzen wir auf hartverchromte Teile. Das ist für uns die ideale Paarung, die robuste Maschinentechnik garantiert.“

Gleitlager für Dreh- und Schwenkbewegungen

Die Optimal-Ballenstechmaschine geht äußerst behutsam mit den Bäumen um. Ihre niedrige Arbeitshöhe erlaubt die verletzungsfreie Entnahme von Gehölzen. Der Ballen entspricht in seiner Form dem natürlichen Wurzelbild. Dank günstiger Spatengeometrie und sauberem Schnitt wird er exakt gestochen. Fest vom Spaten umschlossen, bleibt der Ballen intakt. Das geringe Gewicht der Anbaumaschine schont Boden und Wurzeln.

In der Agrartechnik sind die Schmiermittelfreiheit und lange Lebensdauer im Brennpunkt des Anforderungsprofils. Bei den Ballenstechern werden die iglidur® G Gleitlager vor allem in der Schwenkbewegung belastet. Es handelt sich im Einzelnen um die kardanische Aufhängung der hydraulischen Spatenzylinder sowie die Scharniere und die Verriegelung der sich auf und zu bewegenden Rahmenteile. Außerdem sorgen bei den großen Maschinen, die auf Lkws aufgebaut werden, Gleitlager in den Gelenkpunkten für eine sichere Verbindung des Hauptarms mit dem Schwenkarm.

Die allerhöchste Beanspruchung an die Maschinenelemente findet im Bereich der kardanisch aufgehängten Spatenzylinder statt, wenn die vier Spaten mit hoher Kraft kontinuierlich in das Erdreich eingepresst werden. Ein Spaten einer größeren Maschine kann theoretisch 15 t nach unten drücken. Das bedeutet, dass über die Hydraulik 150.000 N an Kraft aufgebracht wird Das Material wird nicht geschont.

Das Verpflanzloch wird mit der Ballenstechmaschine gestochen

Auch das Verpflanzloch wird mit der Ballenstechmaschine gestochen.

 
Beim Ausgraben mit der Ballenstechmaschine werden die Wurzeln sauber durchtrennt.

Beim Ausgraben mit der Ballenstechmaschine werden die Wurzeln sauber durchtrennt.

 

„Mit den Gleitlagern haben wir in diesem Bereich die besten Erfahrungen gemacht“, sagt dazu Reiner Irsigler. „Sie halten der enormen Flächenpressung auf Dauer stand. Und dazu kommt noch ihre Schmierfreiheit, die sich im rauen Alltag bewährt. An geschmierten Maschinenelementen hingegen bleibt die Erde dauerhaft hängen. Sie dringt nach und nach in die Buchsen ein und sorgt für Reibung und kann schließlich zum Ausfall führen.“

Feuchtigkeit und Erdreich haben keinerlei Einfluss auf die Funktionsfähigkeit der einzelnen Maschinenteile.

Feuchtigkeit und Erdreich haben keinerlei Einfluss auf die Funktionsfähigkeit der einzelnen Maschinenteile.

 

In dem Bereich, in dem die Spaten ins Erdreich eintauchen, kommen außerdem alle denkbaren abrasiven Belastungen zum Tragen. Die Themen Feuchtigkeit und breites Temperaturspektrum sind dabei nicht zu vernachlässigen. „Als im Stuttgarter Schlosspark im Rahmen des Bahnhofneubaus im Winter 2011/2012 die Verpflanzaktion für die Bäume stattfand, gab es ein sehr enges Zeitfenster. Außerdem herrschten Temperaturen im tiefsten Minusbereich“, erzählt Roland Schlesag aus der Praxis. „Die eingesetzten großen Maschinen hatten keinerlei Ausfälle zu verzeichnen.“ Außerdem stecken die tribologisch optimierten Gleitlager auch jede Kantenbelastung, wenn die Spaten beispielsweise auf Steine treffen, problemlos weg.

Polymergleitlager in den verschiedenen Scharnieren, Verriegelungen und Hydraulikzylindern der Ballenstechmaschinen.

Polymergleitlager in den verschiedenen Scharnieren, Verriegelungen und Hydraulikzylindern der Ballenstechmaschinen.

 
Keine Eigenfertigung mehr

„Früher haben wir aus Rotguss die notwendigen Lager umständlich selbst gefertigt, was natürlich Auswirkungen auf den Bauraum hatte“, blickt Reiner Irsigler zurück. „Wandstärken von 2 mm waren zum einen einfach nicht möglich. Zum anderen mussten wir immer umständlich vorproduzieren, was sich auf Dauer nicht gerechnet hat. Heute genügt ein Anruf und innerhalb eines Werktages stehen die benötigten Bauteile vor Ort zur Verfügung.“ Wir können damit nicht nur auf Schmiernippel an den neuralgischen Punkten der Maschine sondern auch auf die kostspielige Lagerung von Eigenfertigungsteilen verzichten. „Die iglidur®-Buchsen gehen ab Lager in den Versand. Sie sind ausgereift, getetstet und erfüllen unser hohes Anforderungsprofil“, bestätigt der Geschäftsführer.

In den Ballenstechern kommen tribooptimierte zylindrische Standardgleitlager aus dem Werkstoff iglidur® G in vielen zur Verfügung stehenden Abmaßen zum Einsatz. Sie werden einfach aus dem Katalog bestellt. Das Anwendungsspektrum ist bei allen Maschinen immer gleich, so dass das Unternehmen aus dem Agrartechnikbereich auf die Standardlösungen zurückgreift. „Es funktioniert einfach“, kommentiert Dirk Lanuschni, der zuständige igus®-Verkaufsberater. „Der Werkstoff iglidur® G ist bekannt als Alleskönner. Er umfasst ein weites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten und zeichnet sich durch hohe Verschleißfestigkeit und niedrige Reibwerte aus.“

Dazu kommt ein weiteres technisches Detail, das in dieser Anwendung eine wichtige Rolle spielt und die Vielseitigkeit der Polymerlager unterstreicht: „Eine Rotgussbuchse schlägt bei der einseitigen Last irgendwann aus, was auf Kosten der Toleranzen geht. Das Spiel wird immer größer, bis dann ein Bolzen zu Bruch geht. Obwohl wir beispielsweise bei den Scharnieren früher gehärtete Bolzen eingesetzt haben, sind sie trotzdem gebrochen“, blickt der Maschinenbau-Techniker zurück. „Bolzenbruch gehört heute der Vergangenheit an. Das weichere Kunststoffmaterial gibt elastisch nach, dadurch werden kerbende Beschädigungen, die Anfang einer Bruchstelle sein können, komplett vermieden.“

Einsatz im Schwerlastbereich für iglidur® G Gleitlager

Die tribooptimierten iglidur® G-Gleitlager zeigen in diesem Einsatz unter schwersten Bedingungen ihre Vielseitigkeit. Sie beweisen ihre Langlebigkeit vor allem in den Hydraulikzylindern der Spaten, wenn sie sich langsam in die Erde eindrücken, trotz aller äußeren Widrigkeiten. „Wir liefern Technik für Profis. Unser Ziel ist dabei, für unsere weltweiten Kunden jederzeit Qualität Made in Germany zu produzieren“, bestätigt abschließend Roland Schlesag. „Und die wartungsfreien und trocken laufenden Gleitlager spielen dabei eine wichtige Rolle.“

Von links: Uwe Sund (igus® GmbH), Roland Schlesag (Geschäftsführer der Optimal-Vertrieb Opitz GmbH), Dirk Lanuschni (igus® GmbH), Reiner Irsigler (Maschinenbau-Techniker der Optimal-Vertrieb Opitz GmbH).

 
3D-Darstellung des Führungskastens: vielfältige Einsatzmöglichkeiten für  Polymergleitlager.

3D-Darstellung des Führungskastens: vielfältige Einsatzmöglichkeiten für Polymergleitlager.

 
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