Luftaufnahme eines Hafen-Autoterminals: Zwei große RoRo-/Autotransporter liegen parallel an der Kaimauer, davor stehen tausende Fahrzeuge in geordneten Reihen sowie Umschlagtechnik auf der Pier. Das Bild veranschaulicht den intensiven Fahrzeug- und Frachtumschlag im Hafen und den Bedarf an leistungsfähiger Hafeninfrastruktur – z. B. für Logistikabläufe und eine mögliche Landstromversorgung der Schiffe während der Liegezeit.

RoRo-Terminal

Landstromversorgung für RoRo-Terminals

Informationen rund um Landstromversorgung von RoRo-Terminals

Eckdaten zum Landstrom für RoRo-Terminals

Das Icon zeigt (in weißer Schrift auf orangefarbenem Grund) die Buchstaben "MVA".  Über den drei Buchstabe ist ein weißer Blitz auf orangefarbenem Grund abgebildet.   "MVA" steht in diesem Kontext für Megavoltampere und bezeichnet die Anlagenleistung einer Landstromanlage.

6,5 MVA

Das Icon zeigt die Buchstaben "K" und V" in weißer Schrift auf orangefarbenem Grund. Hierbei handelt es sich um die Kennzeichnung von Hochspannungs- bzw. Netzanschluss-Spannungen für Landstromanlagen im Hafen und an der Kaimauer.

11 kV

Symbol für die Änderungsrate des Stroms (dI/dt) bzw. Stromanstieg/-abfall. Ideal für Elektrotechnik, Leistungselektronik und Schutztechni

16 kA/ s

Icon zur Landstromversorgung am Containerterminal: links eine Anschlussdose/Steckdosenbox, rechts zwei Stecker (2‑Stecker‑Konfiguration) – zeigt die erforderliche Steckerkonfiguration für den Anschluss an Shore Power.

1 Stecker

Herausforderungen für RoRo-Terminals

IEC 80005-1 (Annex B für RoRo-Schiffe)


​Wesentliche Anforderungen für RoRo-Terminals und RoRo-Schiffe


  • Hochspannungs-Landstromversorgung mit 11 kV AC ​
  • In regionalen Anwendungen auch Ausführung mit 6,6 kV AC möglich ​
  • Ein Hochspannungskabel für Leistungsanforderungen bis 6,5 MVA ​
  • Sieben integrierte Pilotkontakte zur Überwachung und Absicherung der Verbindung ​
  • Glasfaserbasierte Datenkommunikation für Steuerungs- und Überwachungsfunktionen ​
  • Kontrolliertes Verbinden und Trennen der Landstromversorgung über definierte Sicherheitskreise ​
  • Integrierte Not-Aus- und Verriegelungsfunktionen für einen sicheren Betrieb ​
  • Kabelmanagementsystem auf der Terminalseite zur Führung und Positionierung des Anschlusskabels ​
  • Typgeprüfte Steckverbindung gemäß IEC 62613 und IEC/IEEE 80005-1 Annex B ​
  • Dauerhafte Überwachung der Verbindung durch Pilot- und Sicherheitsschaltungen ​
  • Sichere Energieübertragung auch bei den dynamischen Betriebsabläufen von RoRo-Terminals ​
  • Standardisierte Schnittstelle für RoRo-Fracht- und RoRo-Passagierschiffe​

Die Normreihe IEC 80005-1 definiert im Einzelnen
  • die sichere Energieübertragung zwischen Schiff und Terminal
  • Die Integration der Landstromversorgung in Bereiche mit hohem Fahrzeugaufkommen, kurzen Liegezeiten und kontinuierlichem Umschlagbetrieb. Dies stellt zudem die zentrale Herausforderung moderner Landstromprojekte in RoRo-Terminals.

iMSPO-Varianten – igus Mobile Shore Power Outlet für RoRo-Terminals​

An der Kaimauer

Im Graben

Hybrid

Übergabemaschinen

Technische Informationen zum iMSPO für RoRo-Terminals

  • Installation an der Kaikante außerhalb der Fahr- und Umschlagbereiche
  • Flexible Positionierung der Steckdosenbox entlang des gesamten Liegeplatzes
  • Geeignet für unterschiedliche Anschlusspositionen von RoRo- und RoPax-Schiffen
  • Ausgleich von Schiffsbewegungen und Gezeitenänderungen durch Übergabemaschine​
  • Keine Beeinträchtigung von Laderampen, Fahrzeugverkehr und Umschlagprozessen
  • Terminalflächen bleiben vollständig frei für Lkw, Trailer und Terminalfahrzeuge​​​
  • Keine freiliegenden Hochspannungskabel in Verkehrsbereichen​​
  • Keine Kollisions- oder Beschädigungsrisiken durch kreuzende Fahrzeugbewegungen​
  • Energie- und Datenübertragung über ein schwerlastfähiges Energiekettensystem​​
  • Konzipiert gemäß IEC/IEEE 80005-1 Annex B und geltenden Sicherheitsrichtlinien
  • RoRo-Ausführung gemäß IEC/IEEE 80005-1 Annex B mit 6,6 kV oder 11 kV und Leistungen bis 6,5 MVA​
  • Maritime Stahlkonstruktion mit Duplex-Korrosionsschutz​
  • Maximale Betriebssicherheit bei uneingeschränktem Terminalbetrieb​
Individuelle Lösung besprechen & weitere technische Infos
  • Installation des Systems in einem geschlossenen Graben entlang der Kaikante​
  • Vollständig verdeckte Systemführung ohne sichtbare Komponenten auf der Terminaloberfläche​
  • Das iMSPO verfährt geschützt innerhalb des Grabens und positioniert den Anschlusspunkt flexibel am jeweiligen Liegeplatz​
  • Steuerung des Systems komfortabel per Funkfernbedienung
  • Energie- und Datenübertragung über ein geschütztes und wartungsfreundliches System​​
  • Keine freiliegenden Mittelspannungskabel oder sonstigen Hindernisse im Betriebsbereich​
  • Sichere Übergabe der Anschlussleitung an das RoRo-Schiff über ein Übergabefahrzeug​
  • RoRo-Ausführung gemäß IEC/IEEE 80005-1 Annex B mit 6,6 kV oder 11 kV und Leistungen bis 6,5 MVA
  • Bevorzugte Installationsvariante für Neubauten ​
  • Besonders geeignet für höchste Anforderungen an Sicherheit, Ästhetik und Terminalbetrieb​
Individuelle Lösung besprechen & weitere technische Infos
  • Versorgung von Kreuzfahrt-, Container-, RoRo- oder RoPax-Schiffen über eine gemeinsame Landstrominfrastruktur
  • Container-Ausführung gemäß IEC/IEEE 80005-1 Annex D mit 6,6 kV und Leistungen bis 7,5 MVA
  • Cruise-Ausführung gemäß IEC/IEEE 80005-1 Annex C mit 11 kV und Leistungen bis 16 MVA
  • RoRo-Ausführung gemäß IEC/IEEE 80005-1 Annex B mit 6,6 kV oder 11 kV und Leistungen bis 6,5 MVA
  • Automatische Erkennung des angeschlossenen Schiffstyps und Auswahl der passenden Systemkonfiguration
  • Mobile Positionierung der Anschlussstelle entlang des Liegeplatzes durch das iMSPO
  • Gemeinsame Nutzung von Umspann-, Frequenzumwandlungs- und Schaltanlagen
  • Eine Investition für mehrere Schiffstypen und unterschiedliche Terminalanforderungen
  • Reduzierung von Infrastruktur-, Flächen-, und Investitionskosten gegenüber separaten Systemen
  • Konzipiert gemäß IEC 80005-1 sowie den geltenden Sicherheits- und Erdungskonzepten
  • Zukunftssichere Lösung für Multi-Use-Terminals mit gemischtem Schiffsverkehr
Individuelle Lösung besprechen & weitere technische Infos​
  • Elektrisch angetriebene Übergabemaschine auf Basis einer modifizierten Genie Z45 DC Arbeitsbühne​
  • Entwickelt für die sichere Übergabe von Landstromkabeln zwischen iMSPO und Schiff gemäß IEC 80005-1 und der EU-Maschinenrichtlinie​
  • Integration eines igus triflex® Kabelmanagementsystems zur geschützten Führung der Hochspannungskabel​
  • Sichere und ergonomische Positionierung von Steckern und Kabeln direkt am Schiff​
  • Anschlussbereich bis 12 m Übergabehöhe und 6,9 m horizontale Reichweite​
  • 355° Drehbereich für maximale Flexibilität bei unterschiedlichen Schiffsgeometrien
  • Weltweiter Zugang zu Genie-Servicepartnern, geschulten Technikern und verfügbaren Ersatzteilen reduziert Stillstandszeiten und vereinfacht Wartungsprozesse erheblich​
  • Einfache Wartung durch die weltweit etablierte Genie Standardplattform.​​
  • Kompakte und leichte Bauform für den Einsatz in beengten Terminalbereichen​
  • Vollelektrischer Batteriebetrieb für emissionsfreien und geräuscharmen Einsatz im Hafen
  • Schutz der Kabel vor mechanischer Belastung und Beschädigung während des Anschlussvorgangs​
  • Betriebsfähig bei Windgeschwindigkeiten bis 25 m/s mit optionalem Abstützsystem​
  • Integrierte Sicherheitsfunktionen mit Endlagenüberwachung, Verriegelungen und Not-Aus-System​​
  • Spezielles maritimes Korrosionsschutzsystem mit zusätzlicher Beschichtung für den langfristigen Hafeneinsatz​
  • Geplante Lebensdauer von bis zu 15 Jahren bei sachgemäßer Wartung und Inspektion​
Individuelle Lösung besprechen & weitere technische Infos

Das iMSPO weltweit im Einsatz​

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Frédéric Hubler
Frédéric Hubler

Produktmanager e-kettensysteme®

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