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POM ist ein bewährter Standardkunststoff für technische Bauteile. Sobald Komponenten jedoch dauerhaft bewegt werden, ohne Schmierung funktionieren sollen oder wirtschaftlich per 3D-Druck gefertigt werden müssen, stößt der Werkstoff an seine Grenzen.
Die iglidur Hochleistungskunststoffe von igus wurden genau für diese Anforderungen entwickelt. Sie sind verschleißfest, selbstschmierend und speziell für bewegte Anwendungen ausgelegt. Gleichzeitig ermöglichen sie die wirtschaftliche Herstellung komplexer Bauteile in der addtiven Fertigung.
Ob POM ausreichend ist oder iglidur die bessere Wahl darstellt, hängt von den Anforderungen Ihrer Anwendung ab. Dieser Vergleich zeigt die wichtigsten Unterschiede.

POM lässt sich grundsätzlich additiv verarbeiten, stellt in der Praxis jedoch hohe Anforderungen an den Druckprozess: Aufgrund der sehr guten Gleiteigenschaften haftet POM schlecht auf dem Druckbett und neigt stark zu Verzug (Warping). Eine unzureichende Schichthaftung kann zudem zu Delamination und verminderter Bauteilfestigkeit führen. Bei der Verarbeitung sind außerdem erhöhte Sicherheitsvorkehrungen nötig, da POM bei kritischen Temperaturen Formaldehyd freisetzen kann.
Aus diesen Gründen führt igus keine POM-Filamente im Sortiment. Stattdessen bieten speziell entwickelte iglidur Werkstoffe eine prozesssichere Alternative für verschleißfeste, schmierfreie Funktionsbauteile.
iglidur-Materialien für die additive Fertigung:

iglidur ist die Werkstofffamilie von igus für verschleißbeanspruchte und bewegte Anwendungen. Die Materialien vereinen hohe Belastbarkeit mit einem dauerhaft schmierfreien Betrieb.
Jeder iglidur Werkstoff basiert auf drei aufeinander abgestimmten Komponenten:
Das Ergebnis: Bauteile aus iglidur laufen ohne externe Schmierung. Das verringert den Wartungsaufwand, minimiert Schmutzanhaftungen und vermeidet ungeplante Stillstände.
Für die additive Fertigung stehen diese tribologisch optimierten Werkstoffe als Filament, Pulver und Resin zur Verfügung. Im Vergleich zu herkömmlichen 3D-Druckmaterialien erreichen sie je nach Anwendung eine bis zu 50-fach höhere Verschleißfestigkeit.
Spezifische Eigenschaften wie Temperaturbeständigkeit, Lebensmittelkonformität oder ESD-Schutz ermöglichen zudem den passgenauen Einsatz in unterschiedlichsten Branchen.
POM überzeugt durch hohe Steifigkeit, Maßhaltigkeit und gute Zerspanbarkeit. Für bewegte Bauteile benötigt der Werkstoff jedoch häufig zusätzliche Schmierung, um Verschleiß dauerhaft zu minimieren.
iglidur Werkstoffe wurden speziell für Reibungs- und Verschleißanwendungen entwickelt. Durch integrierte Festschmierstoffe funktionieren sie dauerhaft auch im Trockenlauf und ermöglichen wartungsarme Konstruktionen.
| Materialeigenschaften | POM (Polyoxymethylen) | iglidur 3D-Druckmaterialien |
|---|---|---|
| Mechanische Festigkeit & Steifigkeit | ✔ | ✔ |
| Verschleißverhalten | Niedriger Verschleiß bei Einsatz mit Schmierung | Niedriger Verschleiß auch im Trockenlauf |
| Reibungsverhalten | Gute Gleiteigenschaften, besonders in Kombination mit Schmiermitteln | Niedriger Reibungskoeffizient, ideal für bewegliche und gleitende Teile im Trockenlauf |
| Wartungsfreiheit | ✘ Wartung erforderlich bei Anwendungen mit Schmierung | ✔ Wartungsfrei durch selbstschmierende Eigenschaften |
| Verarbeitbarkeit | ✔ CNC-Bearbeitung | +/– 3D-Druck | ✔ CNC-Bearbeitung | ✔ 3D-Druck |
Detaildaten zum Verschleißverhalten im direkten Vergleich: Testergebnisse aus dem igus Labor und praxisnahe Anwendungsbeispiele liefern Ihnen wertvolle Entscheidungshilfen für die Auswahl zwischen POM und iglidur tribofilament.


Neben der additiven Fertigung bietet igus auch Rohmaterialien für die konventionelle, substraktive Bearbeitung auf CNC-Maschinen an. Für die spanende Herstellung von Prototypen sowie kleinen und mittleren Serien stehen über 40 bewährte iglidur Hochleistungspolymere direkt ab Lager zur Verfügung. Jeder Werkstoff wird durch seine spezifischen Eigenschaften zum Spezialisten für ein bestimmtes Einsatzgebiet – von Hochtemperatur über Meerwasser und Lebensmittelkontakt bis hin zu Automotive.
POM, chemisch Polyoxymethylen, ist ein teilkristalliner Thermoplast aus der Familie der Acetalharze mit hoher Steifigkeit, guter Maßhaltigkeit und geringer Feuchtigkeitsaufnahme. Im Handel gibt es zwei Varianten: POM-C (Copolymer) ist chemisch beständiger und schlagzäher, POM-H (Homopolymer) steifer und fester.
POM ist nicht pauschal lebensmittelecht. Für den Lebensmittelkontakt gibt es eigens zugelassene POM-Typen, deren Eignung von Rezeptur, Farbe und Zulassung abhängt. Wer für den Lebensmittelkontakt einen Werkstoff von igus sucht, findet die zugelassenen Materialien in der Übersicht FDA- und EU-konforme Produkte.
Je nach Variante ist POM dauerhaft bis etwa 90–100 °C einsetzbar, wobei POM-C eine leicht höhere Temperaturbeständigkeit aufweist als POM-H. Kurzzeitig hält der Werkstoff bis zu 140 °C stand, der tieftemperaturfeste Einsatzbereich reicht bis -50 °C.
Ja, in der Regel ist ein 1:1-Austausch problemlos möglich. iglidur Gleitlager und Bauteile entsprechen gängigen Normabmessungen. Ein Wechsel auf iglidur ermöglicht einen sofortigen, schmierfreien Trockenlauf mit höheren Standzeiten, ohne dass konstruktive Anpassungen an Ihrer Anwendung nötig sind.

Neben individueller Fertigung stehen mit iglidur Gleitlagern auch direkt einsatzbereite Standardbauteile zur Verfügung. Sie verhindern den direkten Kontakt zwischen z. B. Welle und Aufnahme und beugen so dem Verschleiß beider Komponenten vor.
Im Gegensatz zu konventionellen Metall- oder POM-Lagern benötigen iglidur Gleitbuchsen keine externen Schmiermittel: Durch die integrierten Festschmierstoffe arbeiten sie 100 % wartungsfrei und bieten eine wirtschaftliche Alternative zu schmierbedürftigen Standardbuchsen.
Erhältlich in unserem Gleitlager-Onlineshop in über 10.000 Abmessungen und verschiedenen Bauformen, decken die speziell entwickelten iglidur Werkstoffe unterschiedlichste Anforderungsprofile für eine Vielzahl von Branchen ab.

Im dynamischen Einsatz überzeugen iglidur Gleitlager durch signifikant geringeren Verschleiß. Systematische Versuche im hauseigenen Testlabor belegen: Unter identischen Betriebsbedingungen erreicht ein Gleitlager aus iglidur J eine vielfach höhere Lebensdauer als ein vergleichbares Lager aus Kunststoffen wie POM. Möglich wird diese hohe Standzeit durch die tribologische Abstimmung aus Basispolymer, integrierten Festschmierstoffen und Verstärkungsstoffen.
Testparameter des Lagerversuchs:
POM bleibt ein bewährter Standardwerkstoff für steife und maßhaltige Präzisionsteile. Für Komponenten aus klassischen Low-Cost-Materialien übernimmt igus auf Wunsch ebenfalls die spanende Fertigung. Handelt es sich jedoch um bewegte Bauteile, schmierfreien Trockenlauf, minimale Verschleißraten oder die wirtschaftliche Fertigung im 3D-Druck, bieten iglidur Werkstoffe entscheidende Vorteile. Durch integrierte Festschmierstoffe arbeiten die Komponenten dauerhaft ohne externe Schmierung. Gleichzeitig profitieren Konstrukteure von maximaler Designfreiheit, kurzen Entwicklungszeiten und einer wirtschaftlichen Fertigung bereits ab Stückzahl 1.
Mit tribologisch optimierten Filamenten, SLS-Pulvern, Resinen und Halbzeugen bietet igus eine durchgängige Werkstoffplattform für moderne, bewegte Anwendungen. Wer Verschleiß reduzieren, Wartungsaufwand vermeiden und das volle Potenzial der additiven Fertigung nutzen möchte, findet in iglidur die leistungsfähigere Alternative zu POM.
Die wichtigsten Vorteile im Überblick:
Verarbeitungseffizienz
Kosteneinsparung
Langlebigkeit
Nachhaltigkeit
Wartungsfreiheit
Innovationspotenzial

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