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Als Unternehmen tragen wir eine Verantwortung gegenüber der Umwelt und der Gesellschaft. Wir sehen es als unsere Pflicht, mit Ressourcen schonend umzugehen, die Umwelt zu schützen und zukunftsfähig zu wirtschaften. Daher haben wir den Aspekt der Nachhaltigkeit bereits vor Jahren in den Fokus unseres unternehmerischen Handelns gestellt, der unsere Prozesse, Produkte und Partnerschaften prägt.

Unser erklärtes Ziel ist die konzernweite CO₂-Neutralität bis spätestens 2040 und das für alle drei Scopes. Die Scopes bezeichnen die Geltungsbereiche des GHG-Protokolls, was für Greenhouse Gas steht, zu Deutsch: Treibhausgas (THG). Dieses Protokoll ist der weltweit am häufigsten angewandte Standard zur Erfassung, Bilanzierung und Berichterstattung von Treibhausgasemissionen, die in die folgenden drei Geltungsbereiche unterteilt werden:
Am Standort Köln setzen wir Ökostrom, Ökogas und energieeffiziente Maßnahmen im Bereich der Produktion und Gebäudetechnik ein. Durch den Bezug von Strom aus erneuerbaren Energien betragen unsere Scope 2-Emissionen 0 t CO2e (CO2-Äquivalent) nach der Market-Based-Methode, die sich auf die vertraglich vereinbarten Energiequellen bezieht. Ergänzend dazu weisen wir unsere Emissionen auch nach der Location-Based-Methode aus, die nur den regionalen Energiemix zu Grunde legt, unabhängig vom tatsächlichen Vertrag – für Scope 1 und 2 ergeben sich hier 12.751 t CO2e. Mit unseren Maßnahmen leisten wir einen Beitrag zu den kommunalen Klimazielen, wie sie in der Klimaerklärung Köln formuliert sind. Wir beschränken uns aber nicht nur auf Köln, Deutschland oder die ersten beiden Scopes. Unser Anspruch ist es, bis spätestens 2040 weltweit CO2-neutral zu werden, auch in Bezug auf Scope 3, und das ganz ohne Kunststoffabfälle. Um dieses Ziel zu erreichen, haben wir es in kurz-, mittel- und langfristige Ziele unterteilt:
Erstellung einer konzernweiten CO₂-Bilanz und Reduktion direkter Emissionen durch erneuerbare Energien und Energieeffizienzmaßnahmen.
Festlegung eines SBTi-konformen Reduktionsziels für Scope 3 und kontinuierliche Reduzierung der Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Erreichen von Netto-Null-Emissionen für alle drei Scopes bis spätestens 2040 durch umfassende Maßnahmen und wissenschaftlich fundierte Kompensation verbliebener Emissionen.
Im Folgenden stellen wir Ihnen unseren konkreten Maßnahmenplan 2026 vor, unterteilt nach den drei Geltungsbereichen. Dieser gilt für unseren Hauptsitz in Köln, Deutschland, ein Plan für unsere internationalen Standorte wird im Laufe dieses Jahres folgen. Darüber hinaus geben wir Ihnen auch einen kleinen Einblick in bereits umgesetzte Nachhaltigkeitsmaßnahmen, sowohl in Deutschland als auch weltweit. Unsere Maßnahmen verstehen wir als fortlaufenden Prozess. Sie werden regelmäßig überprüft und weiterentwickelt, um neue Erkenntnisse, regulatorische Anforderungen und organisatorische Rahmenbedingungen zu berücksichtigen. Die dargestellten Maßnahmen beziehen sich überwiegend auf zentrale Strukturen und Prozesse und werden – abhängig von standortspezifischen Gegebenheiten – auch an weiteren Standorten umgesetzt.
Der Geltungsbereich Scope 1 bezieht sich auf direkte Emissionen, also auf Emissionen, die direkt von uns als Unternehmen verursacht und von uns kontrolliert werden. Dazu zählen beispielsweise Firmenfahrzeuge, Energieträger oder Kühlmittel am Firmenstandort, Verbrennungsprozesse in der Produktion sowie unsere eigenen Heizungsanlagen für einen Teil der igus Gebäude. In diesem Bereich konzentrieren wir uns auf energieeffiziente Produktionsprozesse, die Optimierung bestehender Gebäudestrukturen sowie der eigenen Fahrzeugflotte.

Auf nahezu all unseren Parkplätzen haben wir E-Ladesäulen installiert, an denen unsere Mitarbeitenden die Firmenfahrzeuge sowie auch private Fahrzeuge mit 100 % Ökostrom laden können. Die Ladeinfrastruktur entwickeln wir kontinuierlich weiter. Aktuell sind 40 E-Ladesäulen in Betrieb, davon einige auch mit unserem e-tract Leitungsrückzugssystem. Ein Ausbau an mehreren Standorten ist für dieses Jahr geplant und bei Neubauprojekten werden Ladesäulen standardmäßig direkt mit geplant.
Scope: 1 & 3
Umsetzungsgrad (Ist-Zustand): 85 %

Nach und nach möchten wir unsere Bestandsgebäude modernisieren und energetisch optimieren, z. B. über die Ausstattung von Wärmepumpen. Im vergangenen Jahr haben wir bereits drei Bürogebäude von einer Gasheizung auf Wärmepumpen umgerüstet. Weitere Gebäude für eine sinnvolle Modernisierung sind in Planung, einige auch schon in der Umsetzung.
Scope: 1
Einsparpotenzial: 1.408 t CO2e (CO2-Äquivalent)
Umsetzungsgrad (Ist-Zustand): 15-20 %
In den Bereich Scope 2 fallen indirekte Emissionen aus eingekaufter Energie, z.B. Strom, Wärme und Dampf, die wir von externen Versorgern beziehen und nicht selbst produzieren. Hier zielen unseren Maßnahmen insbesondere auf den effizienten Einsatz eingekaufter Energie sowie den konsequenten Ausbau erneuerbarer Energiequellen ab. Durch die Optimierung von Produktionsprozessen, moderner Gebäudetechnik und eigener Energieerzeugung reduzieren wir unseren Energieverbrauch und die damit verbundenen Emissionen kontinuierlich.

Im Laufe der Umstellung auf erneuerbare Energien haben wir bereits verschiedene unserer Gebäude mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet. Die aktuell größte Anlage besitzt eine Leistung von knapp 500 kWp. Unsere neueste PV-Anlage mit 120 kWp haben wir im September 2025 auf einem Bürogebäude in Betrieb genommen. Weitere Gebäude befinden sich in Planung bzw. Umsetzung und für Neubauten werden standardmäßig PV-Anlagen geplant. Unser Ziel ist es, alle igus Gebäude mit PV-Anlagen auszustatten, womit dann eine jährliche Stromerzeugung von über 600.000 kWh möglich wäre.
Scope: 2
Einsparung: 600.000 kWh Strom
Umsetzungsgrad (Ist-Zustand): 30 % (bezogen auf die mögliche Gesamtfläche)

In all unseren Gebäuden haben wir fast ausschließlich LED-Lampen installiert. Vereinzelt und im laufenden Betrieb werden die wenigen restlichen Lampen noch ausgetauscht. In unseren Produktionshallen wurde ein intelligentes Beleuchtungskonzept aus Präsenzmeldern und Lichteinfallsensoren in vielen Bereichen erfolgreich umgerüstet. Die LED-Leuchten dimmen das Licht entsprechend den äußeren Einflüssen, das spart Energie und steigert die Lebenszeit der Leuchtmittel.
Scope: 2
Einsparung: 380.000 kWh Strom
Umsetzungsgrad (Ist-Zustand): 50 %
Scope 3 umfasst indirekte Emissionen entlang der Wertschöpfungskette. Das schließt alle Emissionen ein, die aus externen Quellen stammen und eine Folge unserer Unternehmensaktivitäten sind. Beispiele hierfür sind der Kraftstoffverbrauch von Mitarbeitenden auf dem Weg zur Arbeit, von Lieferanten sowie bei der Auslieferung der Produkte an unsere Kunden. Aber auch Abfall im Arbeitsalltag und bei der Produktion sowie aus von Kunden entsorgten Produkten fallen hierunter. In diesem Bereich liegt der Schwerpunkt unserer Aktivitäten auf Maßnahmen bezüglich Kreislaufwirtschaft, Beschaffung und Logistik sowie die schrittweise Verbesserung der Transparenz vor- und nachgelagerter Prozesse.

Aus unserer Nachhaltigkeitsberichterstattung für das Geschäftsjahr 2024 konnten wir die ersten Maßnahmen ableiten. So sollen die CO2-Emissionen aus Scope 3.9 (Lieferung unserer Waren an unsere Kunden) durch Optimierung von Routen und klimafreundlicheren Transportmitteln um 5% reduziert werden. Das entspricht einer Einsparung von 1.600 t CO2e.
Scope: 3
Einsparpotenzial: 1.600 t CO2e (CO2-Äquivalent)
Umsetzungsgrad (Ist-Zustand): 75 %
Entdecken Sie hier ressourcenschonende Maßnahmen, die wir bereits zu 100 % umgesetzt haben. Sowohl in Deutschland, an unserem Hauptsitz in Köln, wie auch an unseren internationalen Standorten, wo die Maßnahmen an die jeweiligen lokalen Rahmenbedingungen angepasst wurden.
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